Kläranlagennachbarschaft 103
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Neue Überlegungen zur Positionierung des mechanischen Reinigungsteils bei kommunalen Kläranlagen

 

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Nach den bisherigen Regeln der Technik wurden im mechanischen Reinigungsteil der kommunalen Kläranlagen Rechen oder Siebe als erste Behandlungsstufe positioniert. Der unbelüftete bzw. belüftete Sandfang wurde danach angeordnet.

Als erstes wollte man natürlich die Faserstoffe, Papier, Holz, Kunststoff und Speisereste sowie alle sonstigen groben Abfallstoffe aus dem Abwasser entfernen, um die weiteren Klärwerkseinrichtungen vor Beeinträchtigungen bzw. Schäden zu bewahren.

 Dort wo nun aber Feinstrechen oder Siebanlagen auf neueren Kläranlagen eingesetzt werden sollen, empfiehlt es sich zu überlegen, ob von dem traditionellen Standort „vor der ersten Behandlungsstufe“ abgewichen werden kann.

Die Anlagen mit Feinstrechen behalten oft, aufgrund der geringen Stababstände von weniger 6 mm, einen zu hohen mineralischen Anteil im Rechen zurück.

In letzter Zeit ist bei einigen Anlagen zu beobachten, dass dieser vermehrte Sandeintrag zu Verschleißproblemen im Feinrechen selbst führt.

 Außerdem kann der mineralische Anteil die spätere Entsorgung des Rechengutes stören. Hierbei kommt es natürlich auf den jeweiligen Entsorgungsweg an.

 Durch die ab 01.06.2005geltende TA Siedlungsabfall (TASI) darf das Rechengut wegen seines hohen organischen Anteils (max. GV < 5%) nicht mehr deponiert werden. Aus diesem Grund geht bei vielen Kläranlagenbetreibern die Tendenz wieder hin zur Verbrennung des Rechengutes. In der Verbrennungsanlage können die erhöhten Sandbeimengungen (mineralischer Anteil), die bei einem vorgeschalteten Feinstrechen anfallen, zu Betriebsproblemen führen.

 Fazit:

Bei der Planung von neuen bzw. dem Umbau von vorhandenen Kläranlagen geht man daher heute oft dazu über, Feinstrechen bzw. Siebanlagen erst hinter einem belüfteten Sandfang anzuordnen.

 Verfasser:
 Robert Ringelberg, Ver- und Entsorger

 

 

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Stand: 14. März 2014