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Bad Zwesten und Neuental erproben neue Kläranlagen-Technologie

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Das Institut für Umweltverfahrenstechnik der Universität Bremen (IUV) hat einen neuartigen Hochleistungsreaktor zur Abwasserreinigung entwickelt, den so genannten Strahl-Zonen-Schlaufen-Reaktor (SZR).
Diese Technologie zeichnet sich durch eine sehr kompakte Bauform aus. Damit wird es möglich, auf große Betonbecken für den biologischen Reinigungsprozess zu verzichten und stattdessen deutlich kleinere Reaktionsbehälter in Edelstahlbauweise einzusetzen.

Die SZR-Technik wird derzeit weltweit nur für relativ stark konzentriertes Abwasser eingesetzt (für Lebensmittelbetriebe, Deponiesickerwasser und Kreuzfahrtschiffe).

Durch den Testbetrieb auf dem Gelände der Bad Zwestener Kläranlage soll nachgewiesen werden, ob sich die gute Reinigungsleistung des SZR auch bei der schwankenden Belastung des kommunalen Abwassers sicherstellen lässt.

Die Versuchsanlage ist für ca. 50 Einwohner ausgelegt

Staatsminister Wilhelm Dietzel startete gemeinsam mit den Bürgermeistern Köhler und Knöpper am 08.06.2007 den 5-monatigen Versuchsbetrieb.
Sowohl die beiden Bürgermeister als auch der Hessische Umweltminister erhoffen sich, nach erfolgreich durchgeführtem Testbetrieb, erhebliche Einsparungen durch die SZR-Technologie im dezentralen Einsatz. Wegen der großen Bedeutung der Ergebnisse für andere Kommunen wird dieser bundesweit einmalige Versuchsbetrieb mit Landesmitteln gefördert.
Der Pilotversuch wird durch die Untere Wasserbehörde des Schwalm-Eder-Kreises fachlich begleitet.
Herr Minister Dietzel hob in seinem Grußwort die kurze Zeit zwischen Antrag und Bewilligung des Testbetriebs hervor und lobte die beteiligten Behörden für ihr schnelles und unkompliziertes Handeln.

Von links: die Herren Knöpper (Bgm. Neuental), Otto (MdL), Hövelmann (Uni Bremen), Paul (Gem. Vorst. Bad Zwesten), Dietzel (Umweltminister), Köhler (Bgm. Bad Zwesten) und Iseler (Uni Bremen)

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den zwei Gemeinden sollen unterschiedlich gelagerte Aufgabenstellungen durch eine technisch innovative Lösung kostengünstig gelöst werden.

Die über 30 Jahre alte Kläranlage in Bad Zwesten hält nicht alle Grenzwerte ganzjährig ein. Der vorliegende Entwurf zur Ertüchtigung der Anlage in konventioneller Bauweise beziffert die Baukosten auf ca. 3,0 Mio. Euro.

Die SZR-Technologie könnte hier nach Aussage der Uni Bremen etwa 1,0 Mio. Euro Einsparung bieten.

Für den Ortsteil Schlierbach möchte die Gemeinde Neuental den SZR im alten Feuerwehrgerätehaus installieren. Damit könnte eine sonst erforderliche Abwasser-Druckleitung von 3,6 km Länge nach Waltersbrück entfallen. Hier sieht Bürgermeister Knöpper ein Einsparvolumen von bis zu 500.000 Euro.
 

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Stand: 14. März 2014