Kläranlagennachbarschaft 103
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113. Bericht

 

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über die Veranstaltung der Nachbarschaft Nr. 103 am 29.09.2007
Kläranlage Bad Zwesten

(Ort/Kläranlage)

Beginn: 20.03.2007 um 11:00 Uhr    Ende: 16:00 Uhr

Teilnehmerzahl: 31 Personen

              Programm/Tagesordnung/Referenten

1.

11:00

Begrüßung im Kurhaus Bad Zwesten Herrn Petrin

 

2.

11:05

Grußwort des Bürgermeisters Bad Zwesten, Herr Köhler 

Herr Köhler stellte kurz seine Gemeinde vor.

-
          4300 Einwohner, relativ junger Altersdurchschnitt
-
          einziger Kurort im Schwalm-Eder-Kreis
-
          250.000 Übernachtungen pro Jahr
-
          2 Kliniken mit mehren Hundert Beschäftigten

Anschließend ging er auf die Gründe ein, warum die Versuchsanlage für die SZR-Technik auf der Kläranlage in Bad Zwesten eingesetzt wird.

-
          Die vorh. Tropfkörperanlage für 6.500 EW muss für 1.000 EW
           erweitert werden.

-
          Der geplante Ausbau mit einer Belebungsanlage soll ca. 3 Mio. Euro
           kosten.

-
          Eine SZR-Anlage könnte mit deutlich geringeren Baukosten realisiert
           werden.
 

 

11:10

Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Neuental, Herr Knöpper

Herr Knöpper erläuterte, wie er auf die SZR-Technologie der Uni Bremen aufmerksam wurde. Er schilderte die Randbedingungen für die ordnungsgemäße Abwasserbehandlung des Ortsteiles Schlierbach.

-          400 Einwohner, die ihr Abwasser zurzeit noch mittels mechanischer
     3-Kammer-Gruben und TOK entsorgen.

-          Die Ortskanalisation wird in Kürze im Trennsystem erneuert

-          Die derzeit gültige Planung sieht eine Pumpendruckleitung zum
     Anschluss an die nächstgelegene Ortslage mit Baukosten i. H. v.
     760.000,- € vor.

-          Mit einem SZR-Reaktor könnten die Baukosten erheblich
     unterschritten werden.

-          Der 5-monatige Versuchsbetrieb wird zum größten Teil durch das
     Hessische Umweltministerium finanziert.
 

3.

11:15

Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Hövelmann, Universität Bremen

„Abwasserreinigung mit der SZR-Technologie“ 

Herr Hövelmann stellt kurz die Universität Bremen und die Tätigkeiten im Institut für Umweltverfahrenstechnik (IUV) vor.

Er erläutert die Funktionsweise der SZR-Technik:
Im unteren Teil des Reaktors wird über eine Zweistoffdüse das Abwasser eingepumpt und Druckluft hinzugegeben. Im Strahlzonenbereich kommt es dabei zu einer optimalen Verteilung feiner Gasbläschen. Dieses Gas-Flüssigkeits-Gemisch wird in einem inneren Rohr im Reaktor nach unten gedrückt, dort in einen äußeren Ringraum umgelenkt, in dem es dann aufsteigt.
Oben wird das Gemisch teilweise wieder von der Strahldüse angesaugt und in den unteren Teils des Reaktors zurückgeführt. Man spricht hier von der unteren Schlaufe. Ein anderer Teil der Gas-Flüssigkeits-Strömung verlässt beim Aufsteigen im äußeren Ring die untere Schlaufe und tritt in den Ringraum des oberen Reaktorraums. Dieser enthält wieder ein Einsteckrohr, durch das das Gemisch strömt, und es kommt dadurch zur zweiten Schlaufenausbildung. Die Schlaufenbewegungen des Gas-Flüssigkeits-Gemisches gewährleisten, dass eine rasche und gleichmäßige Vermischung des Gases mit der Flüssigkeit erfolgt.

Herzstück des Reaktors ist die Strahlzone im unteren Teil der Anlage. Hier ist es den Bremer Wissenschaftlern gelungen, energetisch äußerst günstige Werte im Verhältnis Energiebedarf und Flüssigkeitsvolumen zu erreichen.
Ein anderer Vorzug des SZR besteht in seinem flexiblen Einsatzverhalten. So lässt sich das Vermischungsverhältnis Luft - Flüssigkeit variieren; ändert sich die Zusammensetzung im Zulaufwasser, lässt sich auch die Luftbeimengung angleichen. Damit bleiben der Sauerstoffeintrag und die Abbauwirkung optimal.




Bilder: Strahlzonen-Schlaufenreaktor (Quelle:
IUV)

SZR als Biomembranreaktor

Düse des SZR im Startvorgang

Herr Hövelmann berichtet über Erfahrungen mit der Technik im Bereich der Lebensmittelherstellung, bei der Deponiesickerwasserreinigung.

Diese Technologie wird z. B. von der Firma DZV-Services GmbH aus D-28844 Weyhe für Schiffs-Kläranlagen vertrieben. Für die SZR-Anlage gibt es seit 2006 eine Zulassung nach der „IMO Resolution MEPC.2 (VI) Annex (IV)“ für bis zu 400 Personen.

Abschließend geht er auf den Verlauf des bisherigen Versuchsbetriebs in Bad Zwesten ein.

Dieser dient dazu, eine Aussage darüber zu bekommen, ob sich die guten Reinigungsleistungen des SZR bei hochkonzentriertem Industrieabwasser auch auf deutlich geringer belastetes kommunales Abwasser (mit den dort vorhandenen Belastungs- u. Mengenschwankungen) übertragen lassen.

Nach Abschluss der Testphase sollen Bemessungswerte für SZR-Anlagen mit häuslichem Abwasser (sowohl im Misch- als auch im Trennsystem) definiert werden.

- ausführliche Diskussion -
 

4.

12:00

Vortrag Herr Petrin 

Präsentation der Ergebnisse aus dem Kläranlagen-Leistungsvergleich 20006 des Landesverbandes
 

5.

12:10

Mittagspause
 

6.

13:10

 

 

 

 

 

 

 

 

 14:20

Aufteilung der Teilnehmer in 2 Gruppen

Die 1. Gruppe fährt zur Kläranlage Bad Zwesten und besichtigt dort die SZR-Pilotanlage gemeinsam mit Herrn Hövelmann.

Die 2. Gruppe betreibt unter der Anleitung von Herrn Hilmar Sengler, Geschäftsführer der hs Abwassertechnik folgende Maßnahmen der Internen Qualitätskontrolle nach DWA A 704 für die mitgebrachten Laborgeräte:

-          Kontrolle/Kalibrierung der Pipetten

-          Elektronische Temperaturkontrolle und Kalibrierung von
     Thermoblöcken

-          Kontrolle der optischen Filter der Fotometer mit Prüflösungen
     (Nanocheck)
 

Wechsel der Gruppen 
 

7.

15:30

Moderation Herr Petrin 

„Allgemeine Aussprache/ Verschiedenes“

bullet Nachbereitung der Fachexkursion zur Fa. Huber, Berching im Juni.

 
bullet Hinweis auf die IFAT vom 05.05.- 09.05.08 in München.

Die Reservierung von Hotelzimmern sollte schnellstmöglich erfolgen, weil schon viele Häuser ausgebucht sind.

 
bulletDer nächste Nachbarschaftstag findet Ende November/Anfang Dezember auf der Kläranlage in Fritzlar statt.
Thema: Geruchsbekämpfung im Kanalnetz
 
bullet Persönliche Mitgliedschaft in der DWA für Azubi´s

 
bullet Kleinkläranlagen

Es wurde angeregt, in einer der nächsten Versammlungen über die verschiedenen Systeme von Kleinkläranlagen und deren Wartung zu hören.

Herr Petrin sagte zu, dies zu organisieren und über seine Erfahrungen mit den Fachkundelehrgängen für die Wartung von Kleinkläranlagen zu berichten.
 

 

16:00

Ende des Nachbarschaftstages

 

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Stand: 14. März 2014